Fehlstart

Der EHC Kandersteg I legte ein in mehrerer Hinsicht klassischen Fehlstart hin und verlor das erste Meisterschaftsspiel gegen den HC Mühlethurnen mit 1:5 Toren.




Die Kandersteger hatten sich viel vorgenommen und waren topmotiviert für den Saisonstart. Leider spielte ihnen der Schiedsrichter schon nach 31 Sekunden einen Streich. Es reichte nicht, ein Phantom-Tor zu anerkennen, die nachgereichte Begründung des Deutschen Unparteiischen war an Absurdität nicht zu übertreffen.

Die Verunsicherung der Gastgeber war aber nun offensichtlich. Diese nutzten die Mühleturner schon bei ihrer ersten Überzahlmöglichkeit eiskalt aus, und setzten bei der zweiten gleich nach – der Fehlstart war Tatsache.

Doch die Einheimischen gaben sich nicht geschlagen und zeigten eine tolle Moral. Mit einem überragenden Torhüter im Rücken konnten sie sich gegen Ende des Drittels auch offensiv in Szene setzen. Sie wurden in Überzahl mit dem ersten Treffer belohnt.

Leider agierten sie gleich zu Beginn des zweiten Drittels zu offensiv und kassierten wiederum beim ersten Einsatz einen weiteren Gegentreffer. Nun folgte aber die beste Phase der Kandersteger. Sie konnten sich im weiteren Verlauf dieses Abschnitts die besseren Chancen erarbeiten als die Gäste. Die Kaltblütigkeit ging ihn aber völlig ab. Auch das Überzahlspiel funktionierte mangelhaft. Gegen das aufsässige Forechecking der Mühleturner hatten sie kein geeignetes Mittel. Dies ging soweit, dass die Gäste im letzten Drittel sogar in Unterzahl das letzte Tor der Partie erzielen konnten und sich später als zumindest resultatmässig klaren Sieger feiern lassen konnten.

Trotzdem war aufseiten der Einheimischen bei weitem nicht alles schlecht. Die Novizen Kjetil Müller und Lars Klopfenstein gestalteten ihren 2. Liga-Einstand mehr als solid, Junior Yorick Wandfluh spielte gross auf. Die zwei Neulinge auf diesem Niveau Sven Dänzer und Nicola Straubinger integrierten sich problemlos in die Mannschaft und konnten schon vereinzelt Akzente setzen. Auch die Torhüterleistung war wie erwartet überzeugend.

Das Über- und Unterzahlspiel hingegen muss deutlich verbessert werden. Auch hier war eine gewisse Verunsicherung beim einen oder anderen Leistungsträger nicht zu übersehen. Da ist noch viel Steigerungspotential vorhanden.

Morgen Samstag wird beim nächsten Heimspiel gegen den EHC Oberlangenegg ersichtlich werden, ob sich die intensiven und spezifischen Trainingseinheiten mit Putz Schranz unter der Wochen schon auszahlen werden.


EHC Kandersteg

Andreas Josi

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