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Traumstart – Horrorende

Der EHC Kandersteg verliert auswärts gegen eine starken aber nicht unbezwingbaren EHC Mirchel nach dem besten Startdrittel der Saison mit 2:7 Toren.

Michael Loretan (43) mit seiner Torpremiere für den EHC Kandersteg (Quelle: Michael Schinnerling)

Gameplan umgesetzt

Nach dem Erfolgserlebnis der vergangenen Woche wollten die Kandersteger dort anknüpfen. Gegen einen starken, erfahrenen Gegner, den man vergangene Saison zuhause schlagen konnte. Mit viel Laufbereitschaft und fairem, harten Körpereinsatz wollten sie der mit vielen talentierten Spielern gespickten Mannschaft den Schneid abkaufen. Dies gelang in den ersten 20 Minuten hervorragend. Der EHC Mirchel konnte über weite Strecken souverän unter Kontrolle gehalten werden. Der frühe Führungstreffer durch Toni Stoller trug sicher auch dazu bei. Rund fünf Minuten später konnte auch Michael Loretan seine Torpremiere feiern, dies noch dazu in Überzahl. So konnten die Gäste zufrieden in die erste Pause gehen. Der Gameplan schien zu funktionieren.


Gameplan teilweise verloren

Das zweite Drittel war nicht so harmonisch wie das erste. Durch verschiedene - auf Seiten der Kandersteger auch unnötige - Strafen kam kein guter Rhythmus auf. Damit konnten die Gastgeber besser umgehen und den Rückstand auf eine Länge verkürzen. Nun hiess es für die Kandersteger, diesen in die zweite Pause zu retten um sich neu zu gruppieren. Sie agierten aber zu unkoordiniert und wenig geschlossen. Gegen eine solch erfahrene Truppe reicht dies einfach nicht. Diese bestrafte das Nachlassen 25 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels mit dem Ausgleich.


Gameplan implodiert

Es war einmal mehr ein unnötiger, individueller Fehler, der den Oberländern das Genick brach. Stehend auf der eigenen blauen Linie als hinterster Mann den Puck zu verlieren ist immer schlecht und speziell gegen diesen Gegner wird dies auch mit einem Top-Torhüter im Rücken gnadenlos ausgenützt. Der Gameplan fiel in Sich zusammen und die Gäste kassierten zwei weitere Treffer innerhalb der nächsten 53 Sekunden. Das Spiel war gelaufen. Die letzten Treffer war nur noch Zugabe.

Leider wiederholt sich diese Geschichte in dieser Saison gefühlt zum tausendsten Mal. Die Kandersteger bringen keine Konstanz über 60 Minuten hin. Die Stabilisierung der immer noch sehr jungen Mannschaft gelingt den Routiniers nicht. Da alle Mannschaften ausser Rot-Blau Bern-Bümbliz munter immer wieder Punkte holen, finden sich die zwei Mannschaften abgeschlagen auf den letzten Playoffplätzen. Nun können die Oberländer am Donnerstag gleich einen Vorgeschmack auf eine mögliche Playoffpaarung geniessen. Tabellenführer Zunzgen-Sissach wird zu Gast sein – wahrlich ein spannender (Charakter-) Test für die Einheimischen.


Andreas Josi

EHC Kandersteg




Matchtelegramm EHC Mirchel – EHC Kandersteg

17.12.2022 Sportzentrum Wislepark, Worb BE

Zuschauer 50

Schiedsrichter De Capitani M./ Bolinger Noé

Strafen EHCM 8x 2 Minuten

EHCK 8x 2 Minuten

Torschützen 6. Stoller (Dänzer) 0:1; 11. Loretan (Zurbrügg, Schranz; Ausschluss Zürcher) 0:2; 30. Hagi (Scheurer, Haas) 1:2; 40. Burkhalter (Frei, Wälti) 2:2; 47. Scheurer 3:2; 47. Zürcher (Scheurer, Blatter) 4:2; 48. Joss (Schmutz, Müller) 5:2; 50. Scheurer (Ausschluss Schranz) 6:2; 52. Zürcher (Blatter) 7:2

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