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Das nächste starke Spiel ohne Happy End

EHC Kandersteg – EHC Bern 96 3:6 (1:2, 1:1, 1:3)

Spiel vom 20. November 2025

 

Der EHC Kandersteg zeigte gegen den EHC Bern 96 erneut viel Herz, Energie und Spielfreude. Über weite Strecken war die Partie offen, intensiv und geprägt von Kanderstegs mutigem Auftritt. Doch leider muss man wieder fast dasselbe schreiben wie in den vergangenen Spielen: stark gespielt, viel investiert, aber am Ende ohne den verdienten Lohn.

 

Starker Start und ein kleiner Dämpfer vor der Pause

Die Kandertaler erwischten den besseren Start. Bereits nach gut fünf Minuten durfte die heimische Bank jubeln: Marc Sahli traf in Unterzahl zum 1:0. Ein idealer Beginn und gleichzeitig ein kleiner Nadelstich gegen das favorisierte Bern.

Bern 96 reagierte und glich in der neunten Minute durch Joël Küpfer zum 1:1 aus. Die Partie blieb danach offen, physisch und durchaus ausgeglichen. Kandersteg spielte das Eishockey, das man spielen wollte: strukturiert, mit Tempo und klaren Aktionen.

Kurz vor der Pause der erste Nackenschlag: Xavier Durot traf zum 1:2. Ein ungünstiger Zeitpunkt, denn Kandersteg war zuvor sehr gut im Spiel und hätte den Rückstand keineswegs verdient.

 

Blitzstart, dann ein erneuter Rückschlag

Kandersteg kam entschlossen aus der Kabine. Bereits nach wenigen Minuten erzielte Noah Rieder den 2:2 Ausgleich. Die Stimmung kippte, Kandersteg war wieder voll da und das Momentum schien auf Seiten der Hausherren.

Doch nur fünf Minuten später schlug Bern erneut zu. Olivier Ruetz sorgte für das 2:3 und nahm Kandersteg den Schwung. Ab hier wurde es schwieriger, das eigene Spiel sauber aufzuziehen. Bern störte früher, gewann mehr Zweikämpfe und drückte Kandersteg immer wieder tief ins eigene Drittel. Trotzdem blieb Kandersteg dran, arbeitete hart und hielt die Partie offen. Ein Drittel mit viel Kampf, aber mit zu wenig Ertrag.

 

Zwei schnelle Gegentore entscheiden das Spiel

Für den Schlussabschnitt nahm sich Kandersteg einiges vor. Die Mannschaft mobilisierte nochmals alles, spielte mutig nach vorne und wollte das Spiel drehen.

Doch die entscheidende Phase kam in der Mitte des Drittels. Innerhalb von nur zwei Minuten trafen Dubach und Mosimann zum 2:4 und 2:5. Zwei Aktionen, die das Spiel endgültig in Richtung Bern kippen liessen.

Kandersteg zeigte trotzdem Moral. Die letzten sieben Minuten wurden zu einem Beispiel für reinen Kampfgeist. Das Team ersetzte den Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler und glaubte weiter an die Chance. Diese Mühe wurde in der 58. Minute belohnt: Niko Korhonen traf zum 3:5.

Kurz vor Schluss setzte Bern mit einem Treffer ins leere Tor das 3:6 und damit den Schlusspunkt.

 

Fazit – Wieder gut gespielt, wieder nicht belohnt

So bleibt das Fazit leider dasselbe wie in den letzten Partien: Kandersteg zeigt Leidenschaft, Charakter und klare Fortschritte, wird aber nicht dafür belohnt. Einsatz, Kampf und Spielanlage stimmen. Allein die Ernte bleibt aus.

Doch eines ist ebenso klar: Wer über mehrere Spiele hinweg so konsequent arbeitet, wird früher oder später dafür belohnt werden. Kandersteg ist näher dran, als das Resultat vermuten lässt.

Erneut gut gespielt, erneut nicht belohnt – aber die Richtung stimmt.


Toni Stoller

EHC Kandersteg

 
 
 

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